Angriff aus Updraft Plus
Updraftplus. Jetzt reagieren
Welche Gefahr besteht durch den Angriff auf Updraftplus
Welche Gefahr besteht?
Die Sicherheitslücke mit der Kennung CVE-2026-10795 ermöglicht es Angreifern unter bestimmten Voraussetzungen, die Authentifizierung zu umgehen und Administratorrechte zu erlangen. Dadurch können Schadprogramme installiert, Webseiten manipuliert oder sogar die vollständige Kontrolle über den Server übernommen werden. Besonders kritisch ist, dass die Angriffe ohne gültige Zugangsdaten erfolgen können. Ein erfolgreicher Angriff erlaubt es Kriminellen, versteckte Plugins oder sogenannte Web-Shells zu installieren, über die eine Website dauerhaft kompromittiert werden kann.
Welche Versionen sind betroffen?
Gefährdet sind alle UpdraftPlus-Versionen bis einschließlich Version 1.26.4. Website-Betreiber sollten daher umgehend prüfen, welche Version aktuell eingesetzt wird.
Die Entwickler haben bereits reagiert und die Sicherheitslücke mit Version 1.26.5 geschlossen. Wer UpdraftPlus nutzt, sollte das Update schnellstmöglich installieren.
Zusammenhang mit den Angriffen auf Millionen Websites
Zusammenhang mit den Angriffen auf Millionen Websites
Die Bedeutung dieser Schwachstelle wird durch einen groß angelegten Vorfall im Juni 2026 deutlich. Cyberkriminelle verschafften sich Zugang zu Systemen des Marketing-Unternehmens Awesome Motive. In der Folge wurden unter anderem Dateien bekannter WordPress-Plugins manipuliert.
Betroffen waren unter anderem:
PushEngage
OptinMonster
TrustPulse
Da diese Erweiterungen auf sehr vielen Websites eingesetzt werden, könnten potenziell mehr als 1,2 Millionen Webseiten von den Auswirkungen betroffen gewesen sein.
Was sollten Website-Betreiber jetzt tun?
1. UpdraftPlus aktualisieren
Installieren Sie sofort die aktuelle Version 1.26.5 oder neuer. Sicherheitsupdates gehören zu den wichtigsten Maßnahmen für den Schutz einer WordPress-Website.
2. Plugins und Dateien überprüfen
Kontrollieren Sie den Ordner „wp-content/plugins“ auf unbekannte oder verdächtige Erweiterungen. Angreifer verwenden häufig unauffällige Namen, um Schadsoftware zu verstecken.
3. Benutzerkonten kontrollieren
Prüfen Sie die WordPress-Benutzerverwaltung auf unbekannte Administratoren. Nicht autorisierte Konten sollten umgehend entfernt werden.
4. Sicherheitsdaten erneuern
Falls Hinweise auf einen Angriff vorliegen, sollten alle Administrator-Passwörter geändert werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, Datenbank-Zugangsdaten sowie die Sicherheits-Schlüssel in der wp-config.php zu erneuern.
5. Serverprotokolle analysieren
Wer Zugriff auf die Server-Logs hat, sollte diese auf ungewöhnliche Aktivitäten oder verdächtige Verbindungen überprüfen. So lassen sich mögliche Kompromittierungen frühzeitig erkennen.
Die aktuelle Sicherheitslücke in UpdraftPlus zeigt erneut, wie wichtig regelmäßige Updates und Sicherheitsprüfungen bei WordPress-Websites sind. Betreiber sollten nicht nur UpdraftPlus aktualisieren, sondern ihre gesamte Installation auf Auffälligkeiten überprüfen. Schnelles Handeln kann verhindern, dass Angreifer die Kontrolle über eine Website übernehmen oder sensible Daten kompromittieren
