Es gibt Risiken bei “fast” jedem Backlinkaufbau
Achtung beim Backlinkaufbau. Google ist eine Diva und Diven sind nicht dumm. Was sollte man vermeiden? Wie baut man ein Netzwerk von externen Links und Backlinks auf, ohne abgestraft zu werden. Eine gute Frage! In den Jahren von 2011 bis 2018, war meine Strategie ganz einfach. Ich habe 2 Einträge am Tag je Webseite gemacht. Das für 50 Webseiten am Tag. Also 100 Einträge täglich an Arbeit. Über einen Zeitraum von 3 Monaten, rankten alle Webseiten mit leichter, bis etwas stärkerer Konkurrenz auf Seite 1. Etwas stärker bedeutet Suchvolumen 5000-10000 monatlich auf das Hauptkeyword. Nach 6 Monaten waren Sie alle unter den Top3 oder gar Platz 1.
Genommen zum eintragen hatte ich wahlweise Branchenbücher, Webkataloge und Kleinanzeiger. Etwas Facebookmarketing kam dazu. Das war es. Die Webseiten mit leichter Konkurrenz, waren jahrelang auf Seite 1 Platz 1 festgenagelt. Auch das Umzugsunternehmen Wichtel Umzüge Berlin, stand mit allen Keywords auf Platz 1 von 2014 – 2018. Heute sende ich meinen Kunden eine Liste mit Eintragsmöglichkeiten zu. Insegesamt 100 Stück. Trägt der Kunde sich innerhalb der kommenden 3 Monate nach Fertigstellung der Webseite dort ein, so kann einem gutem Ranking nichts mehr im Wege stehen. Was man jedoch bei dem Aufbau von Backlinks beachten sollte:
In der Tabelle, finden Sie mögliche Backlinkrisiken.
Backlinks mit Ranking-Risiko
Die folgende Übersicht zeigt Backlink-Arten, bei denen grundsätzlich ein Risiko für die organische Sichtbarkeit einer Website vorhanden sein kann. Entscheidend sind immer Herkunft, Umfang, Ankertext und Zweck der Links.
| Backlink-Art | Risiko vorhanden | Typisches Beispiel |
|---|---|---|
| Gekaufte Do-follow-Links | Ja |
Für einen Artikel wird bezahlt und darin ein Keyword-Link ohne
rel="sponsored" oder rel="nofollow" gesetzt.
|
| Private Blognetzwerke – PBNs | Ja | Eine Person oder Agentur betreibt zahlreiche scheinbar unabhängige Websites ausschließlich zum Aufbau von Backlinks. |
| Linkfarmen | Ja | Eine Website enthält Hunderte oder Tausende ausgehende Links, besitzt aber kaum nützliche oder redaktionell gepflegte Inhalte. |
| Automatisch erzeugte Backlinks | Ja | Eine Software erstellt massenhaft Profile, Kommentare, Forenbeiträge oder Unterseiten mit Links zu einer Website. |
| Hacker- und Malware-Seiten | Ja | Die eigene Domain wird von kompromittierten, gefährlichen oder mit Schadsoftware belasteten Websites verlinkt. |
| Gehackte Seiten mit eingeschleusten Links | Ja | Links werden ohne Wissen des eigentlichen Websitebetreibers in bestehende Inhalte, Templates oder Datenbanken eingefügt. |
| Massenhafte Keyword-Ankertexte | Ja | Sehr viele Backlinks verwenden denselben exakt optimierten Ankertext, beispielsweise „Schlüsseldienst Stuttgart“. |
| Linktausch-Netzwerke | Ja | Zahlreiche Websites verlinken sich systematisch gegenseitig, um ihre Rankings künstlich zu beeinflussen. |
| Gekaufte Gastartikel | Ja | Auf allgemeinen Blogs werden bezahlte Artikel mit optimierten Do-follow-Links veröffentlicht. |
| Artikelverzeichnisse mit Massencontent | Ja | Automatisch erstellte oder nur leicht umgeschriebene Texte werden ausschließlich zur Platzierung von Links veröffentlicht. |
| Minderwertige Webkataloge | Ja | Ein Verzeichnis nimmt nahezu jede Website ohne redaktionelle Prüfung, Themenbezug oder erkennbaren Nutzen auf. |
| Bookmark- und Social-Bookmark-Spam | Ja | Eine URL wird automatisch bei zahlreichen Bookmark-Diensten und kaum gepflegten Social-Plattformen eingetragen. |
| Kommentarspam | Ja | Kommentare werden mit Keywordnamen, werblichen Texten und Links auf zahlreichen themenfremden Blogs hinterlassen. |
| Forenprofil-Spam | Ja | Leere oder inaktive Benutzerprofile werden nur erstellt, um darin einen Link zur eigenen Website zu hinterlegen. |
| Forensignaturen im großen Umfang | Ja | Derselbe optimierte Link erscheint automatisch unter einer großen Anzahl von Forenbeiträgen. |
| Sitewide-Footerlinks | Ja | Ein Link steht im Footer einer fremden Website und erscheint dadurch auf Hunderten oder Tausenden Unterseiten. |
| Sitewide-Sidebarlinks | Ja | Ein bezahlter oder optimierter Link wird in der Seitenleiste der gesamten Website angezeigt. |
| Widget-Links | Ja | Ein kostenloser Rechner, Besucherzähler oder ein Badge enthält einen automatisch eingebauten Keyword-Link. |
| Template- und Theme-Links | Ja | Ein Theme oder Template setzt auf jeder damit erstellten Website automatisch einen Do-follow-Link zum Anbieter. |
| Presseportal-Massenveröffentlichungen | Ja | Dieselbe Pressemitteilung wird mit optimierten Links auf zahlreichen Presse- und Veröffentlichungsportalen verteilt. |
| Advertorials ohne Kennzeichnung | Ja | Ein bezahlter Werbeartikel enthält normale Do-follow-Links statt korrekt gekennzeichneter Sponsored- oder Nofollow-Links. |
| Links gegen Produkte oder Dienstleistungen | Ja | Produkte oder Leistungen werden kostenlos angeboten, wenn der Empfänger dafür einen rankingwirksamen Backlink setzt. |
| Links aus abgelaufenen Domains | Ja | Eine abgelaufene Domain wird übernommen und nur verwendet, um ihre bisherigen Backlinksignale weiterzugeben. |
| 301-Weiterleitungen gekaufter Domains | Ja | Eine themenfremde oder abgelaufene Domain wird gekauft und vollständig auf die eigene Website weitergeleitet. |
| Unnatürliche Partnerseiten | Ja | Eine Unterseite besteht fast ausschließlich aus gegenseitigen Partnerlinks ohne nachvollziehbaren inhaltlichen Nutzen. |
| Links aus Pornografie-, Casino- oder Pharmaspam | Ja | Themenfremde Spam- oder Erwachsenenseiten verlinken wahllos auf eine geschäftliche oder lokale Unternehmenswebsite. |
| Links aus kopierten oder automatisch generierten Inhalten | Ja | Inhalte werden massenhaft kopiert, kombiniert oder automatisch erstellt und enthalten dabei Links zur eigenen Domain. |
| Versteckte Links | Ja | Links werden durch CSS, extrem kleine Schrift, gleiche Schrift- und Hintergrundfarben oder unsichtbare Elemente verborgen. |
| Negative-SEO-Linkattacken | Ja | Innerhalb kurzer Zeit entstehen sehr viele Spamlinks mit unnatürlichen, anstößigen oder hart optimierten Ankertexten. |
Google und gekaufte Links
Google nennt ausdrücklich gekaufte Links, übermäßigen Linktausch, automatisierte Linkerstellung, minderwertige Verzeichnisse, optimierte Kommentarlinks sowie verteilte Footer-, Widget- und Template-Links als mögliche Linkspam-Verfahren.
Nicht automatisch schädlich
Diese Merkmale allein reichen nicht aus, um einen Backlink als schädlich einzustufen:
- niedriger Domain-Authority-Wert,
- ausländische Domain,
- russische, ukrainische oder asiatische Website,
wenig organischer Traffic, - thematisch schwacher Einzelverweis,
unbekannte Domain, - Link von einer kleinen oder neuen Website,
- Link mit nofollow, sponsored oder ugc,
- vereinzelter Link aus einem Forum oder Verzeichnis.
Google verwendet eigene Bewertungssysteme und nicht die „Toxic Scores“, „Domain Authority“ oder „Domain Rating“-Werte externer SEO-Tools. Viele bekannte Spamlinks werden von Google automatisch ignoriert. Google hat außerdem erklärt, dass SpamBrain den Einfluss unnatürlicher Links neutralisieren kann.
Besonders verdächtige Kombinationen
Besonders verdächtige Kombinationen.
Ein Backlink sollte genauer untersucht werden, wenn mehrere Punkte gleichzeitig zutreffen: Er wurde von dir, einer Agentur oder einem Linkverkäufer beschafft. Er besitzt einen exakt optimierten Keyword-Ankertext. Die verlinkende Seite hat keinen thematischen Zusammenhang. Die Domain veröffentlicht offensichtlich nur Gastartikel. Sie besitzt extrem viele ausgehende Do-follow-Links. Der Link befindet sich auf Tausenden Unterseiten. Gleichzeitig entstanden viele ähnliche Links. Der Link ist bezahlt, aber nicht mit Sponsoren oder nofollow gekennzeichnet. Bezahlte oder werbliche Links sollten entsprechend gekennzeichnet werden, damit Google die Beziehung korrekt einordnen kann.
Vorsicht mit dem Disavow-Tool
Nicht jede verdächtige Domain sollte sofort entwertet werden. Google empfiehlt das Disavow-Tool nur, wenn:
- Eine erhebliche Anzahl künstlicher, minderwertiger oder gekaufter Links vorhanden ist,
- diese Links aktiv aufgebaut wurden oder eindeutig manipulativ wirken, und eine manuelle Maßnahme besteht oder ernsthaft zu erwarten ist.
Eine falsch zusammengestellte Disavow-Datei kann auch wertvolle Backlinks entwerten und dadurch das Ranking verschlechtern.
Google, Linkspam und schädliche Backlinks
Grafische Übersicht zu möglichen Linkspam-Verfahren, neutralen Backlinkmerkmalen, verdächtigen Kombinationen und zum vorsichtigen Einsatz des Disavow-Tools.
Anzahl der genannten Kriterien
Das Balkendiagramm vergleicht ausschließlich die Zahl der im Ausgangstext aufgeführten Punkte. Die Balkenhöhe sagt nichts über die tatsächliche Gefährlichkeit oder Gewichtung durch Google aus.
Von Google genannte Linkspam-Verfahren
Diese sechs Methoden können auf einen künstlichen oder manipulativen Linkaufbau hindeuten.
Gekaufte Links
Bezahlte Verweise, die ohne passende Kennzeichnung zur Rankingbeeinflussung eingesetzt werden.
Übermäßiger Linktausch
Umfangreiche gegenseitige Verlinkungen ohne nachvollziehbaren redaktionellen oder fachlichen Nutzen.
Automatisierte Linkerstellung
Programme oder Dienste erzeugen große Mengen künstlicher Backlinks.
Minderwertige Verzeichnisse
Kataloge und Linklisten ohne redaktionelle Auswahl oder echten Mehrwert für Besucher.
Optimierte Kommentarlinks
Kommentare mit werblichen Keyword-Ankertexten und primärem Backlinkzweck.
Verteilte Systemlinks
Massenhaft platzierte Footer-, Widget-, Template- oder Theme-Links.
Nicht automatisch schädliche Merkmale
Ein einzelnes Merkmal reicht nicht aus, um einen Backlink sicher als schädlich einzustufen.
Google-Bewertung und SEO-Toolwerte
Kennzahlen externer SEO-Tools können bei der Vorauswahl helfen. Sie entsprechen jedoch nicht den internen Bewertungssystemen von Google.
Google-Systeme
- Eigene interne Bewertungssignale
- Analyse von Linkmustern und Zusammenhängen
- Erkennung bekannter Spamverfahren
- Neutralisierung unnatürlicher Linksignale
- SpamBrain als Spam-Erkennungssystem
Externe SEO-Tools
- Toxic Score
- Domain Authority
- Domain Rating
- Spam- oder Vertrauenswert
- Hinweise für eine manuelle Prüfung
Besonders verdächtige Kombinationen
Je mehr dieser Signale gemeinsam auftreten, desto genauer sollte der betreffende Backlink manuell geprüft werden.
Gezielt beschafft
Der Link wurde selbst, durch eine Agentur oder durch einen Linkverkäufer aufgebaut.
Exakter Keyword-Ankertext
Als Linktext wird ein stark optimiertes Suchwort anstelle eines natürlichen Namens verwendet.
Kein Themenzusammenhang
Zwischen der verlinkenden Seite und dem Ziel besteht kein nachvollziehbarer fachlicher Bezug.
Gastartikel-Domain
Die Domain veröffentlicht überwiegend oder ausschließlich fremdfinanzierte Gastbeiträge.
Viele Do-follow-Links
Die Seite besitzt auffällig viele ausgehende rankingwirksame Links.
Sitewide-Verlinkung
Derselbe Backlink befindet sich auf Hunderten oder Tausenden Unterseiten.
Plötzlicher Linkanstieg
Innerhalb kurzer Zeit entstehen zahlreiche ähnliche Verweise aus vergleichbaren Quellen.
Fehlende Kennzeichnung
Ein bezahlter Link besitzt weder rel="sponsored" noch
rel="nofollow".
Entscheidungsdiagramm zum Disavow-Tool
Verdächtige Domains sollten nicht automatisch entwertet werden. Vor dem Einsatz sind mehrere Bedingungen zu prüfen.
Vorsicht vor falscher Entwertung
Eine fehlerhaft zusammengestellte Disavow-Datei kann auch wertvolle Backlinks entwerten. Dadurch können positive Linksignale verloren gehen und bestehende Rankings beeinträchtigt werden.
